Interviews und was draus wird

Zwei Kolleginnen von der Schura Bremen wurden von der TAZ interviewt. Dabei wurde ich unweigerlich an ein ZAPP-Interview mit Marina Weisbrand erinnert. 😉

Zwei Dinge fallen mir dabei unmittelbar auf.

Erstens: anscheinend können Reporter mit manchen Menschen nicht normal reden. Wenn sie mit Frauen reden, schreiben sie mehr über das drumherum, statt sich mit Inhalten zu beschäftigen. (Ist übrigens dasselbe, wenn man mit/über Muslime redet. Und sogar schlimmer wenn beides in Kombination auftritt.) Und wenn es dann doch um “Inhalte” geht, redet man doch nur über Klischees. 🙁

Zweitens: Medienvertreter scheinen schon so stark daran gewöhnt zu sein, aus Andeutungen und Untertönen “Stories” zu produzieren, dass sie regelmäßig über das Ziel hinaus schießen, wenn sie –nicht erst seit den Piraten— mit Menschen in der politischen Öffentlichkeit konfrontiert werden, die sich (mehr oder weniger) bewusst viel direkter äußern als das bei unseren Politikern sonst üblich ist. Das führt dann –ähnlich wie oben– zu skurrilen Interviews wie mit dem Ober-Muslim meinem Vater in der Bild, bei denen aus einem 90-minütigen Gespräch nur noch irgendwelche Allgemeinplätze und Bullshit übrig bleiben. 🙁 Irgendwann nehme ich mal ein solches Interview auf und stelle es online … dann gibt es mal handfestes Material mit dem ich das Mal untermauern kann. 😉

Why choose the lesser evil?

There was a really funny column in the Washington Post right after Bush’s reelection in 2004 titled “An Off-Color Rift” … but the topic seems oddly familiar:

Besides, running away is never the answer, unless you are a teenage boy who has just blown up a mailbox. As Americans, we need to stay here in America and work things out, because regardless of what color or hue of state we live in, we are all, deep down inside our undershorts, Americans. And as Americans, we must ask ourselves: Are we really so different? Must we stereotype those who disagree with us? Do we truly believe that all red-state residents are ignorant, racist, fascist, knuckle-dragging, NASCAR-obsessed, cousin-marrying, roadkill-eating, tobacco juice-dribbling, gun-fondling, religious-fanatic rednecks; or that all blue-state residents are godless, unpatriotic, pierced-nosed, Volvo-driving, France-loving, left-wing communist, latte-sucking, tofu-chomping, holistic-wacko, neurotic, vegan, weenie perverts?

So this bears one question: why even bother choosing the lesser evil? 😉

Cthulhu For President
Cthulhu For President – Why choose the lesser evil?